Passau


SM

Müller


VZ_Logo_CMYK

uni_150


Mobilitätspartner:

5a_20

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung.

Werde Mitglied:

Noch kein Mitglied?

 Weiter..

Drucken PDF

Passauer Politiktage 2009

 

Im Juni 2009 fanden an der Universität Passau die ersten Passauer Politiktage statt. Konzipiert, organisiert und durchgeführt wurden sie von Studierenden der Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften Passau e. V.

 

Zum Thema „Risikogesellschaft 2.0 – wer gestaltet Politik, wenn Staat und Markt versagen?“ fanden drei Fachvorträge und ein Workshop statt, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.

ppt2009 Ihren Höhenpunkt fand die Veranstaltungsreihe in einer Podiumsdiskussion im Audimax der Universität, zu der namenhafte Gäste, wie Hubertus Heil und Gregor Gysi geladen waren.

Mit fast 2000 Teilnehmern an vier Tagen war die Prämiere der Passauer Politiktage ein überwätigender Erfolg.

 

 

Die Idee zu einer derartigen Veranstaltungsreihe war von Beginn an mit dem Anspruch verbunden, die politische Debatte an der Universität Passau zu bereichern. Einhergehend damit sollte zudem der Studiengang Staatswissenschaften stärker in das Bewusstsein von Öffentlichkeit und Wirtschaft gerückt werden. Daher wurde das Konzept der Politiktage in Anlehnung an den Aufbau des Studiengangs erstellt: Dieser vereint die fünf Teildisziplinen VWL, Politikwissenschaften, Öffentliches Recht, Geschichte und Soziologie. Die einzelnen Debatten während der Politiktage sollten daher nicht allein zwischen Politikwissenschaftlern geführt werden. Vielmehr waren kontroverse Streitgespräche zwischen Wissenschaftlern der verschiedenen Disziplinen das Ziel der Fachvorträge. Als öffentlichkeitswirksamer Abschluss wurde eine Podiumsdiskussion mit Abgeordneten aller im Bundestag vertretenen Parteien gewählt.

Das provokante Thema „Risikogesellschaft 2.0 – wer gestaltet Politik, wenn Staat und Markt versagen?“ stand stellvertretend für den Fragenkomplex nach der Steuerungsfähigkeit von Institutionen im Angesicht einer aufkommenden Weltwirtschafskrise.

Nach einer mehrmonatigen Planungsphase, in der alle an der Organisation beteiligten Studierenden viel Zeit und Herzblut investiert hatten, begannen die Passauer Politiktage 2009 schließlich am 22. Juni. Der erste Fachvortrag stand unter dem Titel: „Die Finanzmarktkrise: Das Ende der Rationalität?“. Die Referenten, Professor Dr. Gellner und Professor Dr. Graf Lambsdorff lieferten sich eine leidenschaftliche Debatte, an die sich zahlreiche Fragen der Studierenden anschlossen.

Der zweite Fachvortrag am 24. Juni war betitelt mit: „Europa in der Krise?! Die EU zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Auch an diesem Abend konnten sich die Vortragenden, Professor Dr. Bach und Professor Dr. Göler, über ein reges Interesse an ihren Ausführungen freuen. In einem gut gefüllten Hörsaal entwickelte sich eine spannende Diskussion zwischen zwei ausgewiesenen Experten. Der dritte und letzte Fachvortrag fand schließlich am 25. Juni statt. Zu dem Thema „Verantwortungsloser Kapitalismus? Entstehung und Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise“ hielten PD Dr. Henrik Hansen und Akad. Rat Dr. Oliver Farhauer gelungene Vorträge, in denen sie sowohl die Ursachen als auch die Folgen der Finanzkrise aus zwei völlig verschiedenen Perspektiven, zum einen der VWL, zum anderen der politischen Philosophie, klar benannten. Auch hier war das Interesse enorm, der Hörsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der 27. Juni stand als letzter Tag der Veranstaltungsreihe ganz im Zeichen der Praxis. Zunächst hatten die Studierenden die Gelegenheit, einen Einblick in die Berufswelt der Berliner Republik zu erhalten: Lars Heitmüller, Leiter Public Affairs der PR-Agentur fischerAppelt Kommunikation, schilderte in einem etwa einstündigen Vortrag die Arbeit im Bereich der Public Affairs.

Am frühen Abend schließlich füllte sich das Audimax der Universität Passau bis auf den letzten Platz. Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels aus Berlin, eröffnete und moderierte die Diskussionsrunde: Hubertus Heil (SPD), Georg Fahrenschon (CSU), Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP), Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Gregor Gysi (Die Linke) sowie der Parteienexperte Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter hatten auf dem Podium Platz genommen.

Die Diskussion wurde hitzig und leidenschaftlich geführt, die thematische Bandbreite reichte von der Finanz- und Steuerpolitik über Bildungsfragen bis hin zur Klima- und Energiepolitik. Das Interesse des Publikums an der Debatte war enorm und zahlreiche Studierende beteiligten sich aktiv an der Diskussion.

 

In jeglicher Hinsicht können die ersten Passauer Politiktage somit als großer Erfolg gewertet werden. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen rund 1200 Menschen teil, zusätzlich lockte die Podiumsdiskussion etwa 700 Gäste in das Audimax der Universität Passau. Das Interesse an der Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften in Passau e. V. ist in Folge der Politiktage ebenfalls gestiegen: Im neuen Semesters konnten über 50 neue Mitglieder im Verein begrüßt werden. Auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen seitens der Gäste und der Universität motivieren uns, unsere Arbeit im kommenden Jahr fortzusetzen und die Passauer Politiktage dauerhaft an der Universität Passau zu etablieren.

 

 

Online

Wir haben 6 Gäste online

Statistik

Mitglieder : 249
Inhalt : 91
Weblinks : 16
Inhaltsaufrufe : 147815